Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen. (Johann Wolfgang von Goethe)

 

In vielen Stellenausschreibungen wird vorausgesetzt, dass du Fremdsprachenkenntnisse mitbringst, meist explizit der englischen Sprache. Wenn du nicht so fit bist im Englischen, empfehle ich dir diese Lücke so schnell es geht zu schließen. Selbst, wenn du in deinem Job keinen Kontakt zu englischen Muttersprachlern haben wirst, kann es dir schnell passieren, dass du im Web eine bestimmte Information suchst und diese nur in englischsprachigen Foren findest.

Gibt es keine Vorgabe, gehört das Auflisten der Sprachen dennoch in deine Bewerbung. Am wichtigsten ist natürlich deine Muttersprache, denn diese wirst du immer am besten beherrschen. Danach folgen die anderen Sprachen. Ich habe auch hier ein 5-Punkte-Bewertungssystem verwendet, bei dem meine Muttersprache volle Punkte erhält. Meiner Meinung nach, kann keine Fremdsprache ebenfalls fünf Punkte erhalten, außer vielleicht, du hast sie im Kindesalter erlernt. Dann kommt sie womöglich deiner Muttersprache gleich, sofern du sie tatsächlich viele Jahre gebraucht hast.

Auch hier: Sei ehrlich.

Du hast Spanisch in der Schule gelernt, aber verstehst kein Wort mehr? Führe es lieber nicht auf. Du findest im Internet genügend Bewertungsmetriken (zum Beispiel der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen), die dir helfen, deine sprachlichen Kenntnisse einzuschätzen. Die Matrix weicht unter Umständen von deiner ab (etwa 6- statt 5-Punkte-System), aber es liefert dir eine grobe Orientierung. Ein Anfänger kann vielleicht keine Fachgespräche führen, wohl aber an einfachen Gesprächen des täglichen Lebens teilnehmen.

Wenn dein Gesprächspartner zufällig Muttersprachler ist oder einen großen Bezug zu Spanien hat, wird er dich vielleicht aus Interesse auf Spanisch ansprechen. Dahinter muss keine böswillige Absicht stecken, viele freuen sich, wenn ein Nichtmuttersprachler die Muttersprache spricht. Da solltest du dich nicht in eine peinliche Situation bringen lassen.

„¿Hablas español?“ – „Si, me gusta mantequilla.“

Es kann aber auch sein, dass du die Sprache sprichst, in diesem Moment aber – durch die Anspannung – einen Blackout hast. Dann würde ich das auch genauso zugeben und vielleicht kurz darüber sprechen, wo du die Kenntnisse erlangt hast, um deine Glaubwürdigkeit aufrecht zu erhalten. Im Übrigen ist es mir nie passiert, dass mich jemand auf meine Fremdsprachenkenntnisse angesprochen hat. Ausschließen würde ich es aber trotzdem nicht. „Be prepared“ ist mein Motto.

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